KÖLN CAVOLO

October 7, 2013
KÖLN CAVOLO

Noch weniger als 3 Wochen bis sich die Türen zu unserem neuen Store in Köln öffnen. Wir haben uns mit Ricardo Cavolo getroffen. Dem Mann, der es geschafft hat, eine graue Baustelle in einen Urban Temple of Awesomeness zu verwandeln: Fliegende Herzen, 8-äugige Einhorn-Seepferdchen und bärtige Engel.

Nachdem Ricardo schon unsere Stores in Nürnberg und Paris durch seinen Pinselschwung gesegnet hat, ist es an der Zeit, euch den talentierten und sympathischen Künstler vorzustellen:

KÖLN CAVOLO

UO: Was war deine Inspiration für das Kölner Wandgemälde?

RC: Ich kann mich noch an mein erstes Wandgemälde für den Covent Garden Store in London erinnern. Urban Outfitters gab mir 100% kreative Freiheit und ich habe mir ein Zirkus Thema einfallen lassen, mit vielen verschiedenen Figuren und Charakteren. Ich finde der Stil passt perfekt zu den UO Stores. Köln war mir besonders wichtig: Ich wollte den Look beibehalten und ihn gleichzeitig perfektionieren. Das ist mir gelungen.

KÖLN CAVOLO

UO: Hörst du Musik während du arbeitest oder brauchst du deine Ruhe?

RC: Das ist vielleicht keine romantische Künstler-Antwort, aber wenn ich male läuft so gut wie immer Fußball im Hintergrund. Irgendwo wird immer ein Spiel übertragen…manchmal gucke ich sogar alte Spiele nochmal an – z. B. das damalige Euro Cup Finale ( heute Champions League) Barcelona gegen Sampdoria von 92 ist mein absolutes Lieblingsmatch.

Musik muss auch sein. Ich schreibe sogar gerade ein Buch über Musik. Um die Frage zu beantworten: Ruhe? Niemals, sonst kommt Langeweile auf!

KÖLN CAVOLO

UO: Wenn du für den Rest deines Lebens mit nur 3 Farben malen könntest, für welche Farben würdest du dich entscheiden?

RC: Rot, blau und gelb. Grundfarben. Jede der Farben ist unglaublich kräftig, allein, aber auch in Kombination mit anderen Farben. Sie erinnern mich an Körperbemalung von alten Kriegerstämmen.

KÖLN CAVOLO

UO: Hast du einen Lieblingmaler? Haben Maler überhaupt andere Lieblingsmaler?

RC: Ich möchte eigentlich keine Namen nennen. Es gibt ein Sub-Genre, das mich sehr inspiriert: Art Brut (Outsider Art). Art Brut Künstler haben sich in der Regel das Malen selbst beigebracht ohne irgendein Kunststudium oder ähnliches. Meistens leiden sie an einer psychischen Erkrankung und Malen hilft ihnen dabei, sich zu beruhigen (z.B. Adolf Wölfli).

Ich bewundere diese Art der Kunst sehr, weil sie so unschuldig ist. Die Künstler haben keine Angst, dass ihre Kunst bewertet wird und verschwenden keine Gedanken an Gallerien oder Ausstellungen. Sie malen des Malens wegen. Für mich ist es die reinste und ausdrucksstärkste Form der Kunst. Die Mehrheit der Künstler ist jedoch annonym. Die Werke werden oft erst nach dem Tod der Künstler entdeckt.

KÖLN CAVOLO

UO: Kommst du aus einer kreativen Familie?

RC: Ja, kann man so sagen! Mein Vater hat früher mit Malen sein Geld verdient. Jetzt unterrichtet er Kunst in einer Schule. Meine Mutter teilt seine Leidenschaft. Ich wurde sozusagen im Atelier geboren.

Sie haben nie versucht, mir Kunst aufzuzwingen. Aber als sie gemerkt haben, dass mir das Malen Spaß macht, hat mein Vater sofort angefangen, mir verschiedene Techniken beizubringen. Alles, was ich über Farben weiß, habe ich von ihm gelernt.

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UO: Und wo kann man dich finden, wenn du nicht gerade arbeitest?

RC: Momentan leben ich in Brighton (England). In Madrid war es unmöglich, mit dem Fahrrad zu fahren. Der Verkehr dort ist lebensgefährlich. In Brighton ist das alles viel entspannter. Wenn ich abschalten will, zocke ich gern Videospiele: Fifa, Call of Duty…die üblichen Verdächtigen.

UO: Zum Abschluss: Wie würdest du dich nennen, wenn du Gangster Rapper wärst?

RC: Cavol-OH (lacht)

KÖLN CAVOLO

Hier hat Cavol-OH euch noch eine Playlist erstellt!