UO – LE BHV MARAIS – PARIS

January 30, 2014
UO LE BHV MARAIS

Die abstrakten Street Art Skills vom belgischen Künstler Gijs Vanhee passen zu unserem neuen Pariser Store, Le BHV Marais, wie Ass on the Bucket, wenn ihr versteht. Er war der Eine, der Auserwählte. Wir haben uns mit Gijs zusammengesetzt um herauszufinden, wie er bei der Arbeit vorgeht und was ihn inspiriert.

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UO: Gijs – wovon hast du dich bei dem Piece für UO BHV inspirieren lassen?

Gijs: Ich lasse mich allgemein von allem Organischem inspirieren, man muss die Bewegung förmlich sehen können – wie beim Meer oder bei Tieren. Da ich die Decke bemalt habe, musste ich Wege finden, mit meinem Körper richtig Schwung zu holen…gar nicht mal so leicht. Das Ergebnis ist noch abstrakter geworden als sonst, weil ich meinen Stil sehr von meiner Umgebung und der Möglichkeit zur Bewegungsfreiheit abhängig mache.

UO: Dein Stil ist nicht gerade sehr gängig. Wie hast du dich und deinen Stil im Laufe der Zeit entwickelt?

G: Ich wurde sehr von der Graffiti-Kultur geprägt. Generell sind alle Sachen, die mich interessieren, in meinen Stil mit eingeflossen. Ich habe angefangen zu surfen, Cartoons zu zeichen und größere Flächen zu benutzen wie Mauern oder Gebäude.

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UO:Womit fängst du normalerweise an, wenn du malst?

G: Meistens fange ich mit Ideen von meinem Skizzenbuch an. Danach nimmt alles seinen Lauf. Grundsätzlich hängt die Umsetzung aber auch immer von der Oberfläche ab, die ich benutze.

Wenn ich auf einer weißen Fläche komplett von null anfange, bin ich etwas überfordert. Manchmal fange ich an zu malen, geh dann aber noch raus auf einen Kaffee, lese Zeitung oder treffe ein paar Freunde. Meistens nehme ich die Arbeit an einem späteren Zeitpunkt wieder auf, so dass das fertige Werk in etwas komplett neues mutiert, weil meine Inspiration eine andere ist.


UO: Wenn man sich mit deinen Werken befasst, triff man häufig auf Tiere, vor allem beim Deckengemälde für UO BHV sieht man viele Vögel. Gibt es dafür einen besonderen Grund?

G: Ja, das ist schon vielen aufgefallen. Ich habe angefangen, Fische zu zeichnen, teilweise noch wegen meiner alten Surfer-Tage aber auch wegen der feinen Struktur der Schuppen. Ich experimentiere gerne mit vielen verschiedenen Tieren wie Vögel aber auch Elefanten, weil ihre animalistischen Strukturen immer in etwas Einzigartiges verwandelt werden können.

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UO: Was war für dich der beeindruckenste Ort, an dem du ein Wandpiece gemalt hast?

G: Das interessanteste Projekt war auch gleichzeitg das herausfordernste: Ein 72m hohes Gebäude. Ich musste ein Baugerüst benutzen. Das machte die Sache eher zu einem mathematischen Prozess als “hey komm, wir machen Kunst”. Ich musste die verschiedenen Perspektiven berechnen, weil das Kunstwerk von jedem Winkel unterschiedlich aussieht.

UO: Wie fühlt es sich an, in einem Space wie BHV zu malen verglichen mit anderen Austellungen?

G: Ich mag Wandgemälde, weil sie nicht hinter verschlossenen Türen sind. Die Menschen kriegen die geballte Ladung Kunst direkt ins Gesicht. Sie werden es sehen, ob sie es wollen oder nicht. Als ich vor 4 oder 5 Jahren anfing, draußen zu malen, habe ich verschiedene Künstlernamen benutzt. Damals war ja alles illegal. Jetzt kann ich meinen echten Namen benutzen…ich möchte eine Reaktion verursachen und ich möchte, dass mein Name damit assoziiert wird.

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