THE RODNIK BAND: BEHIND THE BRAND

May 16, 2014
BEHIND THE BRAND: THE RODNIK BAND

Wer ist Philip Colbert? Ist er Designer? Künstler? Ein Lo-Fi, anvant garde Singer-Songwriter? Nun, es stellt sich heraus, dass er sich all die oben genannten Berufe auf seinen Lebenslauf schreiben kann.

The Rodnik Band ein Design House, das mit verschiedenen Kult Phänomen herumspielt, von Pop Art Legende Andy Warhol bis hin zu Surrealismus Vertreter Salvador Dali. Jetzt kommt die lang erwartete Kollektion mit Kultcomic Peanuts zu UO und wir haben mit dem Gründervater von The Rodnik Band über Peanuts, Philosphie und Pop Art gesprochen.

BEHIND THE BRAND: THE RODNIK BAND

UO: Hey Philip – wie ist die Peanuts Kollaboration zustande gekommen?

Philip: Als ich die erste Email bekam, dachte ich, es handelt sich um eine Firma, die Erdnüsse verkauft – The Peanuts. Ich mag Erdnüsse total, weil sie so witzig aussehen, aber die Anfrage, mit einer Erduss Firma zu arbeiten, hat sich dann doch etwas random angefühlt. Als dann herauskam, dass es sich um das Comic handelte, war ich sehr erleichtert…und auch stolz, dass sie mich aufgrund meiner anderen Werke ausgewählt haben.

UO: Findest du, das Peanuts Comic passt gut mit deiner Pop Art Ästhetik?

P: Auf jeden Fall! Es gibt so viel Nostalgie und emotionale Verbundenheit zu den Peanuts. Sie verdienen es, wieder an die breite Masse getragen zu werden. Seit den 80ern hat niemand die Peanuts wirklich wieder aufgegriffen. Der Humor, den man auch in meinen Werken finden kann, passt perfekt zum orginellen und verspielten Charme, den man im Comic fühlt.

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UO: Bevor du angefangen hast, in der Mode Industrie zu arbeiten, hast du Philosophie studiert. Wie hat dich das beeinflusst?

P: Alle Rodnik Designs sind auf eine gewisse Art philosophisch. Wir bei Rodnik sind der Meinung,dass wir ein besseres Verständnis für Mode haben. Wenn du erstmal realisierst, wie absurd die Modebranche ist, beginnst du dich zu fragen, warum alle das Thema so ernst nehmen. Wer es schafft, diese Absurdität zu feiern, erlangt ein höheres Bewusstsein für Mode.

UO: Deine Kollektionen können ja schon als Kunstwerke eingestuft werden. Siehst du dich selbst mehr als Künstler oder als Designer?

P: Ich würde mich als Pop Art Designer beschreiben. Mir ist es wichtiger, ein Kunstwerk tragbar zu machen. Es ist im Endeffekt, als würde man ein Kunstwerk besitzen. Man erhält einen besonderen Wert, man wird entertaint.

Meine Designs erzählen immer eine Pop Art Geschichte – obwohl sie meistens surreal oder witzig sind, entsehen sie alle aus meiner Leidenschaft für Kunst.

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UO: Hast du während du eine Kollektion designt hast, schon mal gedacht: Oh Moment, jetzt bin ich aber zu weit gegangen“?

P: Nicht wirklich was meine Designs anbelangt. Allerdings in anderen Bereichen meiner Arbeit. Ich habe eine Guerilla Fashion Show in der National Gallery in London veranstaltet und war ernsthaft besorgt, verhaftet zu werden. Ich hatte keine Erlaubnis und habe alle eingeladen, meinen Catwalk zu sehen. Glücklicherweise konnte die Security nichts anderes machen, als mich vom Platz zu verweisen – was sie auch getan haben – aber das gesamte Projekt war ein Erfolg.



UO: Eins muss man dir lassen, du weißt, wie du Aufmerksamkeit bekommst…

P: Ich möchte kein Designer bei einem Label sein, wo alles immer nur nach dem Mode Knigge gemacht wird. Es grenzt mich in meiner Kreativität als Künstler ein – warum sollte man in einem Umfeld mit so viel potentieller Kreativität nach den Regeln spielen?

Designer betteln bei Celebrities, damit sie bei ihren Fashion Week Shows in der ersten Reihe sitzen. Sie wissen,dass die Boulevard Presse Fotos macht und ihre Show auf dem Titelseite landen wird. Ich dachte, es wäre doch ganz witzig, wenn ich das ganze ein bisschen auf die Schippe nehme. Also habe ich ein paar fake Promis bestellt und bei mir in die erste Reihe gesetzt: alles Doubles von Elton John, Katy Perry und der Queen. Ich habe ihnen gesagt, dass sie sich so lächerlich wie möglich verhalten sollen: in der Nase bohren und so weiter. Ich hatte selten so viel Spaß.



UO: Du hast zusammen mit deinen Kollektionen auch immer Songs released. Willst du in Charts? Bist du wirklich in einer Band?

P: Musikalisch gesehen bin ich total ungeschickt. Die Songs werden nie wirklich seriös sein. Die Art, wie viele Designer ihr Label präsentieren, finde ich langweilig: raus auf den Catwalk, kurz winken, und wieder zurück. Mode Designer ist einer der aufregendsten Jobs der Welt, es macht Spaß – und so möchte ich den Job auch behandeln. Wir nehmen den Geist, von unseren Kreationen und verbinden es mit allen Formen von Kultur- wie z. B. Musik.



Hier gibt es die Rodnik x Peanuts Kollektion

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