ZANEROBE: BEHIND THE BRAND

September 1, 2014
BEHIND THE BRAND: ZANEROBE

Wir schreiben das Jahr 2002, zwei junge Australier sitzen in einer Bar. Nach dem ein oder zweiten Bier kommt ihnen eine sagenhafte Wette in den Sinn: Wer von ihnen kann das bessere T-Shirt designen? Aus dieser unspektakulären Wette entstand das australische Label ZANEROBE, was sich in nur zwölf Jahren zu einer international erfolgreichen Streetwear Brand gemausert hat.

Wir wurden von Zanerobes Einflüssen, die von Festivals, Musik, Reisen, Freunden, Streetstyle und Surfen reichen, etwas ballaballa und dachten uns daher, dass es am Besten wäre die zwei Gründer der Brand, Leith Testoni und Jonathan Yeo, persönlich zu treffen. In unserem Interview gewährten die Australier uns einen Einblick in die Welt von Zanerobe und verrieten uns, wie es ist, mehr als ein Jahrzehnt mit seinem besten Kumpel zusammenzuarbeiten.

BEHIND THE BRAND: ZANEROBE

UO: Hey, erzählt uns ein bisschen mehr von euch.

Jonathan: Ich wurde in Neuseeland geboren, wohne aber in Sydney. Ich werde dieses Jahr 40. Eine internationale Brand zu leiten, stellt mich jeden Tag vor neuen Herausforderungen. Ich liebe es – es ist mein Traumberuf.

Leith:: Zanerobe gibt es jetzt seit fast 12 Jahren. Es begann aus einem Desinteresse am Menswear-Markt und aus dem Drang Sachen anders zu machen. Wir sind sehr in der australischen und neuseeländischen Surfer-Szene verwurzelt, eine Szene, die viele globale Trends antreibt.

UO: Wie habt ihr ZANEROBE gegründet?

J: Es war sehr informell – Ich hatte ein Bier mit Leith Testoni (aka The Big Bear) und wir entschieden uns dazu, ein Mini-Projekt neben unseren „richtigen” Jobs zu starten. Leith hatte immer ein Auge für Mode, also habe ich seine Fähigkeiten ausgenutzt und ihn an die Arbeit gesetzt.

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UO: Wie hat sich eure Ästhetik über die Jahre verändert?

J: Wir sind eine Brand, die sehr auf Trends setzt. Aus diesem Grund sind Sachen, die wir vor 10 Jahren designt haben komplett anders, als Teile, die wir jetzt produzieren. Zanerobe begann als ein australisches Premium-Sportswear Label und jetzt sind wir im internationalen Menswear-Markt aktiv.

L: Wie bei jeder Brand, wächst unser Stil mit der Zeit. Wir achten heute mehr auf subtile Details und eine clevere Verarbeitung, als auf großspurige und nach Aufmerksam schreienden Designs. Dieser Prozess kommt mit der Zeit und wachsendem Selbstbewusstsein. Wir haben die Anzahl an ausgefallenen Prints stark reduziert und setzen heutzutage mehr auf aufregende, neue Stoffe, Säume und Denim-Waschungen.

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UO: Ihr arbeitet schon seit zehn Jahren zusammen. Ist es schwer die Balance zwischen Freundschaft und Business zu finden?

J: Nicht wenn man sich selbst nicht zu Ernst nimmt und immense Selbstkontrolle besitzt. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir Freunde sind und auch außerhalb der Arbeit die selben Interessen haben.

L: Da wir so verschieden sind, ergänzen wir uns gut bei der Arbeit. Wir haben beide keinen Fashion-Hintergrund und wir gehen alles logisch an, ganz ohne Ego.

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UO:Habt ihr Teile in eurer Kollektion, für die ihr euch besonders begeistert?

J: Ich liebe sie alle, aber ich habe eine gewisse Vorliebe für die cleanen, monochromen Looks. Die bestehen gerade aus klassichen, weißen Hemden, soliden, schwarzen, extrem langen T-Shirts und Dynamo-Joggingchinos mit Strickbündchen.

L: Ich finde alle Teile in unserer Kollektion aufregend, deshalb machen wir’s. Meine Begeisterung ist immernoch groß, wenn neue Stücke eintreffen oder wenn ich mit unseren Leuten im Vertrieb über neue Produkte spreche. Es ist großartig, wenn die Zuschauer nach einer Show sprachlos sind – es ist ein gutes Gefühl.

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UO:Wer sind eure Fashion-Ikonen?

J: Leith Testoni, Tom Ford. In der Reihenfolge.

L: Ich habe keine, um ehrlich zu sein. Also werde ich auch keine erfinden. Mich inspirieren normale Menschen, die gute Looks zusammenstellen, egal wer diese Leute sind. Oft sage ich „toller Look“ zu Leuten auf der Straße, die ich nicht kenne.

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UO: Teilt eine coole Sache mit uns, auf der ihr vor Kurzem im Internet gestoßen seit.

J: : Kürzlich war ich in den USA und habe mit meinem Welpen in Sydney geskypt. Es war eine kurze Konversation, aber sie hat mir versichert, dass alles OK ist.

L: Ich bin immer noch total fasziniert von der Bildersuche auf Google. Es ist toll, dass man die Herkunft eines Bildes finden kann, obwohl es schon tausend mal geblogged wurde.

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