CARIN WESTER: STOCKHOLM FASHION WEEK

September 3, 2014
STOCKHOLM FASHION WEEK: CARIN WESTER

Ob Streetstyle in Kopenhagen oder der Blick hinter die Kulissen bei der Cheap Monday Fashion Show in Stockholm – unsere Skandinavienreise war vollgepackt mit Highlights. Zur Krönung hat Katja Schweitzberger vom LesMads Modeblog die schwedische Designerin Carin Wester exklusiv für uns bei der Stockholm Fashion Week getroffen, um mehr über ihre neue Kollektion zu erfahren.

STOCKHOLM FASHION WEEK: CARIN WESTER

Lesmads: Deine Show war toll. Kannst du uns vielleicht etwas zur Geschichte hinter den Blumen erzählen?

Carin Wester: Die Kollektion hat etwas sehr japanisches, wir wollten aber nicht diese typisch japanischen Blumen benutzen. Darum haben wir uns etwas Anderes einfallen lassen. Unsere Blumen haben eine ganz besondere Form, ähnlich wie unsere Falten und Drapierungen. Wir wurden sehr von japanischen Kostümen inspiriert, das sieht man in den Wickelröcken und den weißen Hosen. Sie sehen ein bisschen wie Kung Fu- oder Martial Arts-Anzüge aus.

STOCKHOLM FASHION WEEK: CARIN WESTER

LM:Dein Label feiert dieses Jahr seinen 10. Geburtstag. Was würdest du sagen ist der größte Unterschied vom Anfang bis zum Zeitpunkt jetzt?

CW: Am Anfang habe ich einfach nur meine Vision durchgezogen. Mode zu kreieren bereitet mir einfach sehr viel Freude. Mit der Zeit bin ich aber auch zum Entrepreneur geworden. Ich muss mich mittlerweile einfach auf so viel mehr Dinge konzentrieren als noch am Anfang. Da wären zum einen das Unternehmen und meine Angestellten, zum anderen aber auch der Umsatz und die Zahlen.

Wenn du dich als Brand weiterentwickeln willst, gibt es einfach so viele Dinge, um die du dich kümmern musst. Wir haben es erst langsam angehen lassen und erst mal die Früchte unserer Arbeit geerntet. Seit diesem Jahr gibt es aber auch ein paar Neuzugänge im Unternehmen wie den neuen Vice-Präsidenten. Jetzt habe ich das Gefühl, dass wir so langsam in den zweiten Gang schalten können.


STOCKHOLM FASHION WEEK: CARIN WESTER

LM: Was war im Laufe deiner Karriere als Designerin die wichtigste Lektion, die du gelernt hast? Was würdest du vielleicht jungen Designern mit auf den Weg geben?

CW: Wenn ich noch mal neu anfangen müsste, würde ich mir von Anfang an einen Partner mit an die Seite nehmen. Jemanden, der alles andere für mich regelt, damit ich mich voll aufs Designen konzentrieren kann. Denn beides zu machen, nimmt eine Menge Zeit und Mühe in Anspruch, wenn man dabei auch weiterkommen möchte.

STOCKHOLM FASHION WEEK: CARIN WESTER

LM: Wie würdest du die Essenz deines Labels in drei Wörtern beschreiben?

CW: Urban, verspielt und… ich bin mir nicht ganz sicher, vielleicht mit einem leichten Touch Unisex-Vibe.

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LM: Von was lässt du dich inspirieren, wenn du damit beginnst an einer neuen Kollektion zu arbeiten?

CW: Eigentlich alles um mich herum. Das kommt dann immer ganz auf die Stimmung an, in der ich gerade bin. Für diese Kollektion habe ich mich auch etwas vom Krankhaus inspirieren lassen, da ich selber kurz dort war als ich mein Kind bekommen habe. Vielleicht kommen daher auch die ganzen Wicklungen und Faltungen in die Designs, ich weiß es nicht genau.

STOCKHOLM FASHION WEEK: CARIN WESTER

LM: Wer würde in deiner perfekten Front Row sitzen?

CW: Das ist schwer. Am meisten macht mich immer glücklich, wenn jemand in der Frontrow sitzt, der meine Kollektion einfach liebt und genießt. Meine Freunde zum Beispiel. Wenn ich Backstage bin und sehe, wie jemand in der ersten Reihe über meine Designs lächelt, dann ist das schon perfekt für mich.

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Katja Schweitzberger – LeMads

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