BEI HENRY ZU HAUSE

February 12, 2015
IN HENRY'S HOUSE

Im trauten Heim von Henry Relph findest du Wände voller Kunstwerke, Vintage Vinyl-Platten, Designermöbel und unter anderem einen Hund namens Nelly. Was würde man sonst von einem Kunstsammler und DJ erwarten?

Wir haben uns auf den Weg nach Süd London gemacht, um uns ein genaueren Blick zu verschaffen. Dort trafen wir uns mit Henry auf Kaffe und Kuchen.

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UO: Henry, du bist ein bekennender Kunstsammler. Wie hat alles angefangen?

HENRY: Durch meinen Beruf als DJ hatte ich die Möglichkeit, durch die Welt zu reisen und ein paar unvergessliche Parties miterleben zu dürfen. Vor sechs Jahren habe ich auf einer Geburtstagsparty in Griechenland von dem Sohn eines berühmten Kunstsammlers aufgelegt.

Nach der Party zeigte er mir seine Kunstsammlung und ich habe mich sofort in die Skulptur von Urs Fischer verliebt. Das war quasi meine erste Berührung mit der Kunst und ich war sofort gefangen. Ich habe eine Stiftung in Holland gegründet und bin dabei, mein eigenes Kunstberatungs-Unternehmen zu entwickeln, indem ich anderen helfe, ihre eigene Sammlung zu erstellen.


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UO: Es scheint so, als ob du dich sehr für New Yorker Künstler interessierst…

H: Haha, ja das kann sehr gut sein! Ich mache das ja nicht absichtlich, aber ich finde, dass New York sehr einzigartige Künstler ans Licht der Welt bringt. Ich interessiere mich momentan z. B.für: Devin Troy Strother, Jamian Juliano Vianni, Justin Adian, Torey Thornton, Katherine Bernhardt, Lucien Smith und die Still House Group.

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UO: Was sind deine Lieblings-Kunstwerke in deiner Kollektion?

H: Das ist eine sehr schwere Frage. So was kann man doch keinen Kunstsammler fragen (lach)! Ich liebe sie alle, aber wenn es darauf ankommt, würde ich mich für das Kunstwerk von Eddie Martinez entscheiden. Ich hatte letzten Sommer das Vergnügen, ihn in seinem Studio in Brooklyn zu besuchen und ich habe mich sofort in seine Arbeiten verliebt. Die Gemälde haben eine einzigartige Energie, die nur zu spüren ist, wenn man es mit eigenen Augen sieht.

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UO: Du bist schon ziemlich lange als DJ unterwegs. Wie wichtig ist dir die Musik?

H: Ich bin mit der Musik aufgewachsen. Mein Vater hat in den 70ern und 80ern als Schlagzeuger in einer Jazz Band gespielt. Ich kann mich noch ganz gut daran erinnern, wie er mich zu einem Steve Gadd Konzert mitnahm. Nach dem Konzert hat er mir seine verschwitzten Drumsticks in die Hand gedrückt. Ich habe sie immer noch und kann schwören, dass sie immer noch nach Schweiß riechen. Ich werde diesen Moment nie vergessen, wie mich mein Vater damals in den „Blue Note Recors Jazz Club“ in New York mitgenommen hat.

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UO: Du besitzt eine riesige Plattensammlung. Wieviele Platten hast du in deiner Kollektion?

Es sind ca. 1000. Mein Vater hat selbst Platten gesammelt und somit habe ich auch seine Sammlung übernommen. Jetzt ist es eine wilde Mischung aus verschiedenen Musikrichtungen. Ein paar Highlights sind die Alben von Earth Wind and Fire, Average White Band, Roy Davis Jr und Stardust. Das visuelle Erlebnis ist viel intensiver bei Schallplatten mit dem ganzen Artwork, das in den Vinyl-Sleeves versteckt ist.

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UO: Du bist ein bekennender Interior-Design-Suchti. Was hat dich daran so fasziniert?

H: Ich finde, dass Kunst und Interior-Design Hand in Hand gehen. Galerien sind großartig und erfüllen auf jeden Fall ihren Zweck, aber sie könnnen auch sehr langweilig sein. Es ist faszinierend zu sehen, wie ein Kunstwerk zum Leben erweckt wird und wieviele Interpretationsmöglichkeiten es gibt, je nach dem in welchem Umfeld das Kunstwerk platziert wird. Meine Traumvorstellung von einem Haus ist ein altertümliches Farmhaus, gefüllt mit außergewöhnlichen Designermöbeln, alten Teppichen und moderner Kunst. Ich finde es sehr wichtig, dass dein Haus dich inspiriert und dich als Person widerspiegelt.

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UO: Deine derzeitige Freundin ist die bekannte Food-Bloggerin Melissa Hemsley. Kann es sein, dass gesunde Ernährung eine große Rolle für dich spielt?

H: Ob ihr es glaubt oder nicht aber Melissa und ich haben uns zum ersten Mal getroffen, als wir beide nach dem selben Mixer in einem Laden gegriffen haben. Somit ist die Antwort: Ja, gesunde Ernährung ist sehr wichtig für mich und war es schon immer. Seitdem ich mit Melissa zusammen bin, habe ich noch mehr über gesundes Essen erfahren und gelernt. Und das Vorurteil, dass gesundes und veganes Essen teuer und kompliziert sei, ist nur ein Gerücht. Melissa ist die Queen der Resteküche.

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UO: Was ist dein wertvollster Besitz?

H: Es ist mein Staffordshire Bullterrier Nelly. Sie war die beste Entscheidung meines Lebens. Nelly schafft eine Balance in meinem Leben und lebt mindestens so einen sehr gesunden Lifestyle wie ich. Die meisten Wochenenden verbringen wir zusammen im Brockwell Park. Jeden Morgen füttere ich sie mit „Vita Coco“ Kokosnuss-Öl. Sie hat sogar ihre eigenes Instagram Profil @nellytheblue

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