BEHIND THE BRAND: SOMEDAYS LOVIN’

April 16, 2015

Dass das australische Modelabel Somedays Lovin uns bereits seit ein paar Saisons mit ihrem sommerlichen Vibes ansteckt, ist kein Geheimnis mehr. Und auch die neue Kollektion „Field Daisy“ verzaubert uns mit lässigen Schnitten und verspielten Prints, und lässt uns von wilden Sommernächten an den einzigartigen Stränden Australiens träumen. Wir haben uns mit den Designerinnen Annabel Wendt und Laura Liles getroffen, um mehr über die Kollektion und das Modelabel herauszufinden.



UO: Wann habt ihr gemerkt, dass ihr Designerin werden möchtet?

Annabel: Als ich 21 Jahre alt war, habe ich mich dazu entschlossen in der Mode zu arbeiten. Ich habe als Stylistin angefangen und diverse Praktika bei ein paar Modelabels gemacht. Dort habe ich erste Erfahrungen im Bereich Design gesammelt und wusste sofort, dass ich das in Zukunft weiterhin machen möchte.

Laura: Bei mir wurde der Grundstein wohl bereits im Alter von 10 Jahren gelegt, als ich realisierte , was es für einen Spass macht, mit Kleidung zu experimentieren und mir meine Oma daraufhin Sachen genäht hat. Ab da gab es kein Halten mehr.

UO: Was hat euch zu der „Field Daisy“ Kollektion inspiriert?

Laura: Jede Saison versetzen wir uns in die Somedays Lovin Muse hinein. Wir versuchen uns vorzustellen, wo sie schon überall war und wohin sie gerne reisen würde (meistens Ziele, wo ich und Belle hinwollen). Mit dieser Inspiration machen wir uns dann auf die Suche nach Prints und Vintage Stücken, die zu diesem Profil passen. So entsteht dann nach und nach die Kollektion wie von selbst.

Annabel: Für „Field Daisy“ ging es darum, endlich in den Sommer zu flüchten, idealerweise auf eine ungeplante Reise. Sowas wie ein Roadtrip mit Sonne und dem Meer. Es geht darum, sorgenfrei zu sein, im Moment leben und für alles offen zu sein.



UO: Was ist dein Lieblingsteil in der Field Daisy Kollektion?

Annabel: Ich liebe den “Secret Floral“ Minirock. Ich bin besessen von Vintage Blumenprints und kombiniere sie gerne mit Chelseaboots und Vintage T-Shirts.

Laura: Und ich mag besonders das Molopo Wickelkleid im Animal-Look. Kombiniert mit Sandalen im indischen Stil oder mit einer abgeschnittenen Shorts und einem ausgewaschenem Tanktop. Das sind meine Lieblingsoutfits.

UO: Wo suchst du nach Inspirationen für deine Prints?

Annabel: Ich liebe alte Vintage-Muster- teilweise Kunst sowie marokkanische Wandgemälde oder gewebte Teppiche aus Indien. Mein Stil geht mehr oder weniger in diese Richtung! Ich liebe auch Prints, die von der Natur inspiriert sind oder tolle Himmel-Bilder. Was auch ganz gut für mich funktioniert, ist Handmalerei oder Typografie

Laura: Oft findet man Inspirationen durch Zufall. Dinge wie ein Bild, ein altes Kleidungsstück oder ein Buch tauchen meistens aus dem Nichts auf. Wenn man erst mal anfängt zu recherchieren, kommt man oft auf andere Ideen welche dann in völlig neue Richtungen gehen.Doch wahrscheinlich hole ich den größten Teil meiner kreativen Energie meistens von Vintagemode und anderen Kulturen.

Somedays Lovin’ – Oberteil „Pitstop“ in Weiß mit Lochstickerei

UO: Wie entstand der Name “SOMEDAYS LOVIN”?

Annabel: Wie unser Slogan so schön sagt: “Somedays you just don´t give a ___”. Es geht darum, sorgenfrei zu leben. Seele und Natur sollten miteinander im Einklang sein und die positive Einstellung darf natürlich nicht fehlen.

Laura: Ganz genau! Bell hat es auf den Punkt gebracht. Der Name hat auch etwas Romantisches an sich. Unser Mädchen darf auch manchmal ein bisschen romantisch sein.

UO: Welche Ratschläge habt ihr für angehende Designer?

Annabel: Bleib deiner Ästhetik treu. Du musst hart arbeiten, von ganz unten anfangen und darfst dabei nicht den Spaß vergessen.

Laura: Bereue keinen deiner Fehler, denn meistens sind das keine wirklichen Fehler, sondern man lernt davon und sammelt Erfahrungen. Alle Erfahrungen, egal ob positiv oder negativ, helfen dir dabei, deinen Design-Instinkt zu schärfen und Ideen besser anzunehmen.

Somedays Lovin’ – T-Shirt „No Problemo“ in Elfenbein

Vervollständige den Gedanken:

Wenn ich entscheiden könnte, wo ich auf der Welt sein könnte, dann wäre es..
Annabel: ein Roadtrip durch Nordamerika oder ein Familienbesuch in Adelaide!
Laura: in einer Hängematte in einer Villa mit der Sicht auf den Bingin Strand (Bali) mit meinem Schatz und meinem Kind.

Wenn ich keine Designerin wäre, wäre ich…
Annabel: eine Textil Designerin. Ich liebe es zu malen, Kollagen zu erstellen, Fotos zu schießen und Prints zu kreieren. Das wäre der Hammer!
Laura eine Astronomin oder ein Chocolatier.

Ein Lied , dass mein Leben widerspiegelt …
Annabel: ”This Must Be The Place” Talking Heads.
Laura: Amazing Grace.

Ich bin süchtig nach…
Annabel: Popcorn
Laura: Kaffee und Kuscheln.

Ich hasse…
Annabel: rote Bete!
Laura: Oliven und aggressive Fahrer. Immer schön locker bleiben.

Ich wünschte ich könnte…
Annabel: unter Wasser atmen oder fliegen.
Laura: Ach du meine Güte! Auf jeden Fall unter Wasser atmen oder unsichtbar sein. Ich würde mich in einen Flieger hinein schleichen und an wunderbare Orte fliegen.