IM GESPRÄCH MIT: RUE NOUVELLE

July 22, 2015
RueNouvelle

Die französischen Schwestern und Gründerinnen von Rue Nouvelle Anne und Marie sind zwei künstlerische Seelen. Sie leben in München und haben ein ästhetisches Auge für Fotografie, Grafikdesign und vieles mehr. Wir sprachen mit Anne und Marie über ihre Inspirationen, die Erstellung von GIFs und Justin Bieber.

UO: Salut! Stellt euch doch bitte kurz vor. Wieso, weshalb, warum habt ihr euch entschieden, Rue Nouvelle zu gründen?

Salut! Wir sind 2 Schwestern, ursprünglich Französinnen und leben in München. Marie, 25, hat Fotografie an der Blocher Schule München studiert. Anne, 22, studiert noch Kommunikationsdesign an der Fachhochschule München.

Jede einzelne von uns hatte ihren eigenen Stil hinsichtlich Fotografie und Grafik Design, aber wir sind schnell auf die Idee gekommen, ein gemeinsames Portfolio zu kreieren welches Fotografie und Grafik Design verbindet. Und abgesehen davon, war es uns beiden wichtig, ein freies Projekt zu starten, um vom Alltag der Uni/Arbeit wegzukommen. Wieso nicht mehrere kreative Richtungen (Foto, Grafik, Film, Musik…) aufeinander stoßen lassen? Das ist unsere Hauptmotivation.

Wir laufen mit offenen Augen durch die Welt, und es ist unsere Umgebung, die uns jeden Tag inspiriert. Daher auch der Name „Rue Nouvelle“.


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UO: Wer sind denn die beiden gutaussehenden Mädchen auf den Fotos und woher kennt ihr euch?

Die zwei Mädels heißen Charlie und Salome. Beide sind Bekannte von uns. Wir haben sie alle Zwei schon einzeln für unseren Blog fotografiert und haben für dieses Editorial sofort an sie gedacht.

UO: Marie, wann hast du gemerkt, dass du dich für Fotografie interessierst und welches Equipment benutzt du?

Ich habe schon als Kind fotografiert. Meine erste Kamera, damals eine kleine Polaroid, habe ich mit 10 Jahren bekommen. Ich habe schon immer den Drang zur Ästhetik gehabt. Egal ob Mode, Einrichtung, Menschen, Umgebung, ich befasse mich jeden Tag damit, mal mehr mal weniger bewusst. Mit Fotografie lernt man die Schönheit der Dinge zu sehen, die vielleicht andere übersehen. Auch wenn ich mich in der Modefotografie bewege, geht es mir in erster Linie um den Mensch und seinen Charakter, und nicht darum was er gerade anhat.

Vor ca. 4 Jahren habe ich Andreas Hosch, den renommierten Modefotografen, kennengelernt und das war für mich der Moment, wo ich mich mit Fotogagafie wirklich auseinander setzen wollte. Er hat mich als Mensch und Künstlerin enorm inspiriert, und noch viel wichtiger: er hat mir die Motivation gegeben, in einem kreativen Bereich was erreichen zu wollen.

Aktuell benutze ich die Canon 6D, und fotografiere zur Zeit fast nur noch mit einen Festbrennweite-Objektiv (50mm).


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UO: Anne, was inspiriert dich an Typografie und hast du momentan eine Lieblings-Letterfont?

Typografie war von Anfang an ein sehr spannendes Thema für mich. Vielleicht liegt es daran, dass ich einen sehr guten Dozenten in der Uni habe, der mir ab dem ersten Semester die Lust gegeben hat, mich damit stark auseinander zu setzen.

In der Typografie geht es nicht nur um den Inhalt der Aussage, sondern um die Schrift die man dafür auswählt und wie man sie im Bild reinsetzt. Das ist ein wichtiger Punkt, der mich ständig in meiner Arbeit verfolgt.

Ich könnte nicht sagen was meine momentane Lieblings Font ist. Ich mag sehr klassische Serif-Schriften wie die „Baskerville“, „Garamond“ oder „Bodoni“. Für andere Arbeiten benutze ich aber auch viele moderne Schriften wie die „Futura“, die beliebte „Helvetica“ oder die „Brown“. Es gibt aber unendlich viele schöne Fonts und ich entdecke jeden Tag neue!

UO: Die GIFs gefallen uns besonders gut? Kannst du uns ein paar Tricks verraten, wie man so etwas auch nachmachen kann?

Unsere GIFs sind das Resultat von unserer Zusammenarbeit. Die Bilder von Marie werden im Nachhinein von Anne als Bewegtbilder erstellt. Ein cooles GIF entsteht schon alleine durch 2 zusammengefügte Bilder. Mit der „Zeitleiste“ in Photoshop ist es total einfach, GIFs zu erstellen. Man fügt Bilder ein und kann bestimmen wie schnell der Übergang von einen Bild zum Anderen sein soll. Es macht echt Spaß und es ist im Endeffekt die einfachste Technik, einen „Mini-Film“ zu erstellen.





UO: Habt ihr zur Zeit ein Traumprojekt? Jemand mit dem ihr unbedingt kollaborieren möchtet?

zusammenbringen. Unsere Traumprojekt wäre, irgendwann eine Printversion von „Rue Nouvelle“ in Form eines Magazines rauszubringen. Vielleicht auch eine Ausstellung zu machen, welche diverse Künstler (Film, Musiker, Grafiker, Fotografen usw.) vereint.

Wir sind für vieles offen was Kollaborationen angeht und natürlich wäre es ein Traum von uns, wenn uns eine Band wie „SOHN“ oder eine Label wie „Comme des Garcons“ ansprechen würden


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UO: Wie wichtig ist Design für dich? Was wäre, wenn der schönste, klügste und witzigste Mann der Welt dir einen Liebesbrief schreibt und Comic Sans benutzt? Geht gar nicht oder würdest du ein Auge zudrücken?

Design ist meine Ausdrucksform. Es ist ein Mittel, das unendlich viele Gelegenheiten gibt seine „Message“ zu teilen. Der Inhalt sowohl auch das Design sind mir wichtig. Aber wenn Justin Bieber mich kontaktieren will, gerne auch mit der Comic Sans Font! haha…

UO: Wir heben uns die wichtigsten Fragen immer bis zum Ende auf. Marie, welche Farbe wär Anne, wenn sie sich doch GEGEN Grafikdesign und FÜR eine Karriere als Power Ranger entschieden hätte? Marie, selbe Frage nur mit Anne.

Wir haben beide einen kleinen Farben Tick und deshalb ohne Zweifel beide Schwarz!