IM GESPRÄCH MIT: FLO MORRISSEY

July 29, 2015

Mit nur 20 Jahren hat die Sängerin und Songwriterin Flo Morrissey ihr erstes Debütalbum “Tomorrow Will Be Beautiful” veröffentlicht. Aufgewachsen im Londoner Stadtteil Fulham und Notting Hill, erzählt uns Flo von ihrer Familie, ihren 8 Geschwistern, ihrer Liebe zu den 60er Jahren und wie sich ihre Musik mit der Zeit entwickelt haben.

UO: Seit wann wolltest du Musikerin werden?

Es mag sich vielleicht wie ein Klischee anhören, aber es war schon immer mein Traum, Musikerin zu werden. Als ich 2 Jahre alt war, habe ich schon alle Disney Songs mitgesungen. Mein Favorit war Dornröschen.

UO: Spielst du irgendein Instrument?

Ja, ich spiele Gitarre, Piano und ein bisschen Flöte! Mein Gesang war allerdings schon immer mein „Haupt-Instrument“ und ich habe die anderen Musikinstrumente eher zur Begleitung erlernt. Aber je älter ich werde, um so mehr verbunden spüre ich mit ihnen.


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UO: Wie würdest du deinen Sound beschreiben?

Es ist eine Mischung aus der guten alten Zeit mit ein bisschen von Patsy Cline, Tim Buckley, T. Rex, Vashti Bunyan gepaart mit der Moderne, inspiriert von Künstlern wie Antony and the Johnsons, Cat Power und Beck.

UO: Wer hat dich inspiriert?

Genau die Leute, die ich schon oben erwähnt habe. Und natürlich auch meine Familie, die mich die ganze Zeit inspirieren. Als ich mein Album geschrieben habe, habe ich sehr viele männliche Musiker gehört. Ich glaube, es lag vor allem daran, dass ich eine stärkere Verbindung zu ihnen hatte und herausdfinden wollte, inwiefern sie meinen eigenen Stil beeinflusst haben. Aktuell höre ich mir großartige Künstlerinnen an wie Nina Simone, Billie Holiday und Lauryn Hill an.



UO: Was machst du am liebsten im Sommer?

Am liebsten vereise ich irgendwo hin wo ich noch nie war, lasse mich von der Sonne bräunen und hole mir neue Inspirationen.

UO: Du bist mit acht Brüdern und Schwestern aufgewachsen. Was waren bzw. sind die Vor-und Nachteile?

Ich kenne nichts anderes, deshalb ist es schwer für mich zu vergleichen, wie es ohne Geschwister wäre. Ich habe echt großes Glück so viele Gleichgesinnte, die ich liebe, um mich herum zu haben. Natürlich kann es ab und zu auch mal zu viel werden, aber ich könnte mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen.

UO: Was hast du von deinen Geschwistern gelernt?

Sehr viel und es hört nicht auf! Sie halten mich jung, und da ich sie ständig um mich herum habe, gehört ihnen meine Aufmerksamkeit.


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UO: Was ist die wichtigste Lektion, die du von deinen Eltern gelernt hast?

Vertrauen.

UO: Warum bist du so von Frankreich und der französischen Sprache fasziniert?

Sie sind sehr romantisch und interessiert am Leben. Jedes Mal, wenn ich in Paris bin, fühle ich mich so lebendig. Es ist schwer zu erklären! Ich hoffe, dass ich bald dorthin ziehen kann.

UO: Was sind deine diesjährigen Sommer-Highlights bisher?

Mein absolutes Highlight war mein Eröffnungsgig beim Glastonbury Festival. Es war unglaublich! Und letzte Nacht war ich die Vorgruppe für George Ezra bei seinem Gig im Somerset House, London. Ich bin zuvor noch nie auf Tour gewesen, deshalb ist das für mich eine völlig neue Erfahrung, für die ich sehr dankbar bin. Persönlich freue ich mich aber noch mehr auf mein erstes Abenteuer in diesem Jahr. Ich vereise nämlich nach Italien und werde für drei Tage alleine das Land entdecken und Eis essen.



UO: Nenne uns doch bitte eine Erfahrung, welche dich nachhaltig beim Schreiben deiner Lieder geprägt hat.

Grundsätzlich jede Situation, in die ich mich begebe oder Person, die ich treffe und durch die ich mich weiterentwickle. Diese Erfahrungen sind extrem wichtig und bereichernd, selbst in diesem „Job“. Obwohl ich die Musik über alles liebe, es ist nicht immer alles leicht…auch wenn es manchmal so scheint! Als ich 16 Jahre alt war habe ich sehr viele neue Menschen kennengelernt , welche mich und meine Album nachhaltig geändert und inspiriert haben.

UO: Was ist dein Lieblings -Jahrzent?

Die 60er Jahre . Leute wie Charlotte Rampling, Francoise Hardy und Jane Birkin. Ich liebe Audrey Hepburn.

UO: Du hast bereits mehrmals erwähnt, dass deine Songs nach einiger Zeit eine andere Bedeutung für dich haben. Was bedeutet das Lied „Show Me“ jetzt für dich?

Es ist lustig, denn das Lied ist mir jetzt viel wichtiger und macht mehr Sinn. Ich habe den Song geschrieben, als ich 15 Jahre alt war. Die Passage “show me the places where we hide from ourselves and nothing more” hatte damals eine komplett andere Bedeutung und war aus der meiner Unschuld heraus entstanden. Mir wurde erst klar, dass es eine andere Wendung genommen hat, als meine Freundin Maximillia mich vor ein paar Monaten bei einem Auftritt in Amerika aufnahm. Sie meinte, es wäre fast so, als ob der Song über mich und meine Entwicklung hin zur Frau wäre ohne dabei meine Kindheit zu vergessen und alle Dinge, die noch auf mich zukommen werden.


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Was ist dein Must-Have in deinem Kleiderschrank?

Ich liebe die „Talitha“ Clogs, meine Vintage „Missoni Hose“, die Farbe Türkis, Rollkragen und alles was Weiß ist. Wenn ich Weiß trage, fühle ich mich wie ein Engel.

Wie sieht die Zukunft von Flo aus?

Ich hoffe, ich kann in Zukunft weiterhin singen und meine Musik teilen. Ich würde gerne in andere Länder reisen, Leute treffen und inspiriert werden bzw. Inspiration geben.



Bitte ganz schnell antworten…

Wäre ich keine Musikerin, wäre ich… Fotografin/Teilzeit Floristin/Yoga-Lehrerin!

Mein perfektes Frühstück besteht aus… Bio-Früchten vom Markt und hausgemachtem Müsli mit Kokosnuss Joghurt.

Zurzeit höre ich… Morrissey, Ibeyi, Tame Impala, Deva Premal , Mitten und Tobias Jesso. Jr.

Meine Lieblings-Tageszeit ist… Morgens zwischen 4 und 6 Uhr wenn normale Menschen noch schlafen! Ich finde den Zeitpunkt sehr kraftvoll.

Wenn ich eine Farbe wäre, wäre ich… Beige oder Creme.

Mein Leiblings-Snack ist… Mandeln & rohe Schokolade

Am meisten entspanne ich bei… Kundalini yoga.

Wenn ich mir aussuchen könnte, wo ich gerne auf der Welt sein wollen würde, dann wäre das… In Portugal mit meiner Familie oder auf einem Abenteuer in Japan.


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