IM GESPRÄCH MIT: THE HARDIHOOD

August 12, 2015
Hardihood

Was gesunder Kuchen? Wo gibt es denn so was? Es mag sich wahrscheinlich paradox anhören, aber das gibt es wirklich und „The Hardihood“ macht es möglich. Die zwei Mädels von The Hardihood sind die Märchenfeen der gesunden Kuchen-Welt. Sie zaubern hausgemachte Kuchen, die zuckerfrei, weizenfrei, milch- und glutenfrei sind. Wir haben die zwei in London getroffen und direkt ein paar Macajack Rezepte abgestaubt und alles, was aus einer Zuckerbäckerei kommen könnte. Na dann, mal her mit dem Kochlöffel!

UO: Wie entstand The Hardihood?

Letzten Januar haben wir aufgehört Zucker zu essen und realisierten, dass es in unserer Umgebung (East London) keinen gesunden Kuchenladen gibt. Es gibt ein paar Möglichkeiten im West-London, aber keine im Osten. Daher haben wir uns gedacht, dass wir unbedingt ein Laden eröffnen sollten, wo man gesunde Leckerein finden kann. Danach haben wir sofort ein paar Sachen ausgetestet. Wir haben angefangen zu backen und dabei festgestellt, dass es nicht wirklich unser Ding ist. Um so mehr wir versuchten mit rohen Zutaten zu arbeiten, um so mehr haben wir Menschen gefunden, die sich dafür begeistern konnten. Offizieller Start unseres Geschäfts war November/ Dezember, als wir unsere Webseite gelauncht haben. Es hat angefangen als ein Catering-Service für tolle Veranstaltungen wie z. B. Fashion Pressetage und dann ist eins nach dem anderen gekommen.


Leah trägt: adidas – Sweatshirt in klassischem Blau
Daisy trägt: Urban Renewal Vintage Customised Fitted Overdyed Pinwell Cord Shirt


UO: Welchen Kuchen macht ihr am liebsten?

Das ändert sich ständig! Momentan mögen wir den Snickers Kuchen. Der besteht aus einem nussigen Kokosnussöl-Boden, übergossen mit Karamell und mit einer Schicht Schokolade obendrauf. Der Kuchen besteht aus verschiedenen Nüssen, Kokosnussöl, Reismalzsyrup, Datteln, Maca, Kakao etc.

UO: Und was ist euer Lieblingskuchen?

Zurzeit liebe ich den Karamell-Cheesecake. Ich mag auch jeden Kuchen, den wir auf Instagram posten. Wir kriegen ein Haufen Emails und Screenshots von mehreren Leuten, die uns nach den Rezepten fragen.

UO: Wie entsteht bei euch ein neues Rezept?

Wir halten immer Ausschau nach neuen Zutaten, Geschmacksrichtungen und Dingen, die wir lieben und wir denken, dass die gut zusammenpassen würden. Wir machen dann einen Freestyle und kochen frei los. Dabei schreiben wir natürlich alles auf, was wir gemacht haben.

UO: Hat denn jemals etwas nicht geklappt?

Ganz am Anfang haben wir viel rumexperimentiert. Wir haben einen Rote Bete Cupake ausprobiert und der war schrecklich. Wir müssen immer noch darüber lachen. Früher haben wir viele Rezepte getestet, die wir online von anderen Leuten gefunden haben und viele davon waren ungenießbar.


Leah trägt: Urban Renewal Vintage Customised – Cordhemd „Pinwell“ in Burgunderrot, BDG – Cigarette Jeans mit mittelhohem Bund in Grau
Daisy trägt: adidas Originals – Sneaker „Stan Smith“ in Weiß mit Klettriemen, Cooperative by Urban Outfitters – Einfarbiges, geripptes Pocket T-Shirt und Urban Renewal Vintage Originals – Levi’s-Jeans „501“ in mittlerer Waschung


UO: Was isst ihr sonst, wenn ihr Mal keinen Kuchen isst?

Daisy: Ein Smoothie am Morgen ist ein Muss! Die Leute lieben es auch auf Instagram. Ich mag es gerne zu experimentieren und in der Küche haben wir so viel Auswahl an Essen und Gewürzen, da bietet es sich an neue verrückte Sachen auszuprobieren. Oft verwende ich alles, was gerade im Kühlschrank zu finden ist, wie z. B. Früchte, und an guten Tagen mische ich Qnola (besteht aus Quinoa) unter. Da ich den ganzen Tag Kuchen probieren „muss“, habe ich oft das Verlangen nach etwas herzhaftem. (Sehr ironisch, da wir jetzt Hardihood gegründet haben, weil uns nach etwas Süßem war) Zum Abendessen liebe ich Quinoa Bowls mit verschiedenem Gemüse, Sauerkraut und pochiertem Ei. Unter anderem gehört auch eine leichte Brühsuppe aus Quinoa und Kohl zu meinen Spezialitäten. Ich könnte auch nicht ohne Hummus leben. Wir haben sehr viel vom Humus-Guru Felix von „The Living Kitchen“ gelernt. Deren roher Hummus ist einfach Bombe.

Ich esse auch öfters draußen. Ich liebe das „Koya“ in Soho. Das ist eine fantastische Japanische Nudelbar, genau so wie in Tokyo. Mein neuster Fund ist das „Juice Co.“ im Boxpark in Ost-London. Deren Smoothies kommen von einer anderen Welt. Sie beinhalten die besten Zutaten und für deren Mandelmilch könnte man sterben.

Leah: Eggs. Eier! Ich bin gerade dabei einen rohen Grünkohl-Salat vorzubereiten. Du musst den Grünkohl einreiben, damit er die Vinaigrette richtig aufnimmt. Wenn wir mal nicht Kuchen essen, versuchen wir viel herzhaftes zu uns zu nehmen. Das Restaurant in Dalston London ist mein Favorit für Steak und Brunch oder nur, um Hallo zum tollen Andy Jones zu sagen. Er ist ein Schatz, denn er beantwortet alle unsere langweiligen Start-Up Fragen. Wenn man einen guten Tee oder eine Matcha Latte haben möchte, ist das „Tiosk Cafe“ in London, die perfekte Adresse hierfür. Außerdem haben sie auch die tolle Mandelmilch von der Marke „The Pressery“.


Diasy trägt: 70s Baseball Tee
Leah trägt: BDG – Kastiges Rollkragenoberteil mit Streifenprint und Cooperative by Urban Outfitters – A-Linien-Rock aus Twill

UO: Was inspiriert euch?

Daisy: Gesunden Kuchen zu kreieren, die genau so lecker schmecken wie die ungesunde Variante. Wir nehmen gerne die originalen Rezepte und ändern sie und versuchen sie so gesund, wie möglich zu gestalten. Mir ist es auch sehr wichtig, dass die Leckerein, die wir kochen auch wunderschön aussehen. Ich lege sehr viel Wert auf das Visuelle, vor allem, wenn wir etwas auf Instagram posten. Ich habe nie Speicherplatz auf meinem Handy, weil ich die ganze Zeit Fotos schieße. Ich versuche bei der Ästhetik immer das Beste rauszuholen.

Leah: Zu unseren Anfangszeiten haben wir oft uns unsere beliebtesten und ungesunden Kuchen Rezepte rausgesucht und haben sie geändert. Zum Beispiel das Banoffee Rezept ist abgewandelt von dem Rezept meiner Oma. Der Kuchen ist sehr lecker, aber leider ist er ungesund und beinhaltet viel Butter. Wir haben es umgearbeitet und eine Diät-Version daraus gemacht und es hat sofort zugeschlagen. Unsere Rezepte richten sich nach den Saison-Lebensmitteln. Zurzeit kochen wir viel mit Holundergeschmack und Blüten. Die Holunderblüten sehen auch fantastisch aus als Deko. Ich lege meinen Fokus darauf, so viel gesundes in den Kuchen zu stopfen, wie es nur geht. Wenn du beim Kuchenessen gleichzeitig Vitamine zu dir nehmen kannst, bin ich glücklich.

UO: An welchen Projekten arbeitet ihr zurzeit?

Wir machen am 27. September beim Fare Healthy Festival in London mit. Wir waren auch letztes Jahr dabei und fanden es Hammer. Der Borough Markt in London ist ein toller Ort für eine Veranstaltung wie diese. Wir veranstalten dort eine Vorführung. Auch diese Saison gehen wir mal wieder auf die Praiser Fashion Week. Wir sind verantwortlich für das Catering für einige Modenschauen und schicken täglich verschiedene Kuchen an Showrooms, und natürlich passt es wie die Faust aufs Auge, dass unsere Kuchen gesund sind für die Modemenschen! Dieses mal fahren wir aber mit dem Auto, denn letztes mal haben wir den Eurostar genommen. Wir waren vollgepackt mit 10 Koffern und das war eindeutig keine gute Idee. Aus diesem Fehler haben wir gelernt. Es steht noch was wahnsinnig aufregendes im Jahr 2016 an, aber darüber können wir leider noch nicht sprechen.

Daisy trägt: Cooperative by Urban Outfitters – Blauer Jeansrock in A-Linie
Leah trägt: Urban Renewal Vintage Originals – Ausgestellte Jeans und Urban Outfitters – Nadelstreifen-Hemd im 70er-Style

Bitte schnell antworten…

Wenn ich nicht bei „The Hardihood“ wäre, wäre ich……
Daisy: Ein verlorenes Kaninchen, das versucht seinen Weg zu finden.
Leah: Sehr traurig. Ich würde jedes Mal beim Kuchen essen weinen.

Mein ideales Frühstück wäre…
Daisy: Eine ganze Smoothie Stadt! Ich liebe Smoothies und schmeiße jedes Mal verschiedene Zutaten rein, deshalb ist es immer schwer dabei den Überblick zu behalten. Zu meinen Lieblingszutaten gehören: Gefrorene Bananen, hausgemachte Nussmilch (im Moment liebe ich die Sorte Pistazie), Maca, Blütenpollen, Zimt, Rucola, Spinat, Baobab Pulver, Buchweizen, Kakaonibs…die Liste ist unendlich.
Leah: Es ändert sich ständig. Ich habe immer mal wieder kleine Süchte. Zurzeit bin ich süchtig nach Smoothie Bowls. Die sind ziemlich lecker! Die Zutaten sind: Gefrorene Bananen, Beeren, Haferflocken, Walnüsse, Sonnenblumenkerne, Mandelbutter und Qnola.

Zur Zeit höre ich…

Daisy: Ich höre immer Fleetwood Mac. Ich habe sie vor einigen Wochen live gesehen. Die standen ganz oben auf meiner To-Do-Liste. Ich liebe auch Blood Orange & Nicholas Jaar.
Leah: Ich höre immer David Bowie und The Talkin Heads. Meine Nachbarin Florence, mag ihr aktuellstes Album am liebsten, aber ich habe noch nicht ihre Texte gelernt. NOCH NICHT!


Leah trägt: BDG – Kastiges Rollkragenoberteil mit Streifenprint und Cooperative by Urban Outfitters Twill A-Line Skirt Daisy trägt: 70s Baseball Tee

Meine Lieblingszeit ist…
Daisy: Definitiv unser Morgen-Workout! Wir joggen immer getrennt und treffen uns wieder, um gemeinsam ein paar Übungen zu machen. Zur zeit machen wir die “Way of Gray”-Workouts. Wir fürchten schon jetzt den Winter. Durchnässtes Grass, ist nicht wirklich der beste Workout-Ort.
Leah: Ich mag den Morgen, denn ich und Daisy gehen gemeinsam in den Park und machen einen Workout. Das ist manchmal einfach zum Totlachen. Ich nehme auch meinen Hund Bobby mit und er versucht jedes Mal das zu kopieren, was wir auch machen. Er will natürlich auch gut aussehen in seinen Shorts. Ich liebe auch warme Abende. Was gibt es Besseres, als bei einem Glas Wein draußen zu sitzen.

Wenn ich eine Farbe wäre, wäre ich…

Daisy: Wahrscheinlich wäre ich dann Blau. Wenn ich etwas für mein Zuhause kaufe, ist es meistens blau. Aber was die Kleidung angeht, bin ich gerade Monochrom unterwegs.
Leah: Ich weiß auch nicht warum, aber als Erstes kam mir die Farbe Schwarz. Ich bin so ein Grufti. Aber wenn ich mehr darüber nachdenke, wenn es nicht Jeans ist, dann ist das Meiste Schwarz in meinem Kleiderschrank. Ich habe auch vieles mit schwarzem Denim und ein paar silberne Birkenstocks.

Mein Lieblings-Snack ist…
Daisy: Hummus – Jeden verdammten Tag!
Leah: Mandeln und der unglaubliche geröstete Seetang. Sie verkaufen die seit Neuestem in unserem Bio-Laden um die Ecke. Die sind der Hammer.

Am meisten Entspanne ich…
Daisy: Bei Yoga! Es gibt nicht Besseres zum Entspannen, als ein Shavasanah am Ende einer Yoga-Stunde ( man liegt mit anderen in einem dunkeln Raum 5 Minuten auf dem Rücken) Das ist so entspannend. Ein Wochenendtrip ist auch sehr gut für die Seele. Mein Freund und ich waren erst neulich in Dorset Lulworth Cove. Ihr müsst das mal googlen. Es sieht aus wie Griechenland! (aber leider nicht so warm)
Leah: Am Wochenende wegfahren von London. London ist meine Lieblingsstadt, aber manchmal ist es auch mal schön an die Küste zu fahren und sich auf dem Land auszutoben. Ihr möchte gar nicht wissen, wie viel Geld ich schon an Uber ausgegeben habe.

UO: Wenn ich mir aussuchen könnte, wo ich gerne auf der Welt sein wollen würde, dann wäre das…
Daisy: Irgendwo am Pazifik, die Cook Inseln oder im französischen Polynesien. Einfach nur ganz entspannt am Strand liegen und unter einer Palme an einem Cocktail schlürfen.
Leah: Auf jeden Fall L.A.! Ich plane momentan einen Trip und ich kann gerade an nichts anderes denken. Es ist meine Traumstadt. Eine Stadt mit viel Sonnenschein und Stränden, Berge, Wälder und alles, was man nur mögen kann. Die haben ein ausgeglichenes Leben und viele Möglichkeiten wie z. B. Yoga, Surfen, gutes Essen, Meditationen, Kakao Zeremonien, Party, Party und Party die ganze Nacht. Einfach nur perfekt!




Macajacks Rezept



Zutaten:


 Ca. ½ Tasse gehakte Mandeln
1 gehäufte Tasse Datteln 

½ Tassen eingeweichte Haferflocken (wir verwenden glutenfreie Haferflocken).
¼ Tasse goldener Leinsamen
3 TL Maca
2 TL Hanfsamen 

3TL roher Buchweizen 

¼ Mandel- oder Erdnussbutter
1/3 Tasse Dattel- oder Ahornsirup

Zubereitung

Die Mandeln grob hacken. Um die ganze Sache zu erleichtern, benutzen wir hierfür eine Küchenmaschine. Werfe die Mandeln in eine große Schüssel zusammen mit den anderen Samen und Haferflocken. Schiebe die Schüssel erst mal zur Seite.

Weiche die Datteln ca 15-25 Minuten ein. Wenn sie schön durchgeweicht sind, gib sie in die Küchenmaschine (Falls du keine hast, kannst du auch die Datteln in eine Schüssel geben und sie mit einer Gabel zermatschen)

Gib die Datteln in deine Rührschüssel dazu.

Wärme einen Topf mit Wasser auf und platziere eine Schüssel auf den Topf. Füge die Mandel-oder Erdnussbutter und Dattelsyrup in die Schüssel hinzu und lass sie langsamen schmelzen. Rühre solange, bis alles zusammen vermischt ist.

Gieße die Flüssigkeit über die Haferflocken und mische mit deinen Händen alles zusammen (Benutz am liebsten Handschuhe dafür). Versuche, dass alle Samen und Haferflocken mit dem Buttergemisch überdeckt sind. Die Mixtur sollte jetzt schön zusammenkleben.

Platziere die Masse auf eine 20 x 20 cm Backform mit Backpapier und drück die Masse platt. Zur Hilfe legen wir eine Schicht Backpapier oben drauf und legen etwas Schweres drauf, um die Mixtur platt zu bekommen. Das hilft auch dabei, dass die Masse nicht zerbröckelt.

Nun das Ganze für 30 Minuten in den Kühlschrank und schneide sie danach in 10 Stücke. Lasst es euch schmecken!